Übersetzungs-, Redaktions- und Lektoratsarbeiten stellen eine besondere Art von Dienstleistungen dar. Sie können daher nur zu diesen Geschäftsbe­dingungen ausgeführt werden. Anderslautende Bedingungen, auch wenn sie sich auf dem Auftragsvordruck des Auftraggebers befinden, werden nicht anerkannt. Anderslautende Bedingungen bedürfen unserer ausdrücklichen schriftlichen Bestätigung.

1. Grundlage der Berechnung und Erteilung von Aufträgen

Übersetzungsarbeiten werden nach dem Umfang und dem Schwierigkeitsgrad berechnet. Der Umfang wird nach der Zeilenzahl in der Zielsprache ermittelt. Eine Standardzeile hat 52,5 Zeichen. Bei Auflistung von Einzelbegriffen gilt jeder Begriff als eine Zeile. Das in Kostenvoranschlägen kalkulierte Honorar gilt nur als Zirka-Preis. Maßgebend für die Berechnung ist die ermittelte Länge des angefertigten Übersetzungstextes.

Die Beurteilung der Texte entsprechend Schwierigkeitsabstufungen sowie die Festlegung etwaiger Zuschläge behalten wir uns vor.

Für die Erledigung von Eilaufträgen, deren Anfertigung die Leistung von Überstunden außerhalb der regulären Arbeitszeit (z. B. abends bzw. nachts oder über das Wochenende) erforderlich macht, kann nach vorheriger Absprache ein Zuschlag von 20 % bis 50 % in Rechnung gestellt werden,.

Werden Übersetzungsarbeiten oder sonstige artverwandte Dienstleistungen (Schreib-, Korrektur-, Formatierungs-, Lektoratsarbeit u. ä.) auf Stundenbasis abgerechnet, so erfolgt die Abrechnung auf der Basis eines Tätigkeits­nachweises, welcher der Rechnung auf Wunsch beigelegt wird.

Wird als Abrechnungsgrundlage ein Seitenpreis vereinbart, so gilt die Formseite (30 Zeilen à 52,5 Zeichen) als Basis. Leerzeilen, die zur optischen Gliederung entsprechend dem Ausgangstext enthalten sind, werden mitberechnet. Jede Formseite, die mit mindestens 15 Zeilen beschrieben ist, gilt als ganze Seite.

Fahrtzeiten (z. B. bei Einsatz beim Kunden, Abholung, Auslieferung) werden entsprechend dem Stundensatz in Rechnung gestellt, zzgl. tatsächlicher Fahrtkosten nach Beleg bzw. bei Autofahrten einer Kilometerpauschale von €0,30 pro gefahrenem Kilometer.

Für Verpackung, Porto, Datenträger etc. wird ein Pauschalbetrag von €5,- pro Auslieferung in Rechnung gestellt, liegen die tatsächlichen Kosten höher, so werden diese gemäß Auslagen berechnet.

Allen Preisangaben wird die gesetzliche Mehrwertsteuer hinzugerechnet.

2. Mindesthonorar bei Übersetzungsaufträgen

Für Kleinaufträge wird ein Mindesthonorar von 1 Stundensatz erhoben.

3. Zahlung

Die unter diesen Geschäftsbedingungen angebotenen Leistungen werden sofort nach Erhalt der Rechnung fällig. Bei umfangreichen Arbeiten können wir Akontozahlungen vom Auftraggeber verlangen. Ebenso kann die endgültige Lieferung der Übersetzung von der vorherigen Begleichung des Rechnungsbetrages abhängig gemacht werden (Zug-um-Zug-Leistung). Die Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Übersetzungshonorars unser Eigentum.

4. Liefertermin und Lieferung

Die von uns angegebenen Liefertermine werden in der Regel eingehalten. Beruht die Nichteinhaltung eines Liefertermins auf von uns nicht zu vertretenden unvorhergesehenen Ereignissen oder auf höherer Gewalt (z. B. Verkehrs­störungen, Ausfall der Stromversorgung, plötzliche Erkrankung, Streik, Aufruhr und sonstige Betriebsstörungen) so sind wir berechtigt, entweder vom Vertrag zurückzutreten oder vom Auftraggeber eine angemessene Nachfrist zu verlangen. Weitergehende Rechte, insbesondere Schadensersatzansprüche, sind in diesen Fällen ausgeschlossen.

5. Ausführung

Alle Übersetzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt. Fachausdrücke werden, sofern keine besonderen Anweisungen oder Unterlagen beigefügt worden sind, in die allgemein übliche, lexikographisch vertretbare bzw. allgemein verständliche Version übersetzt.

Übersetzungen werden je nach Bedeutung des Übersetzungstextes wörtlich bzw. sinngemäß vorgenommen. Für den Fall, dass wir aufgrund einer ge­leisteten Übersetzungsarbeit wegen Verletzung eines bestehenden Urheberrechts aus irgendeinem Grund in Anspruch genommen werden sollte, verpflichtet sich der Auftraggeber, uns in vollem Umfang von einer solchen Haftung freizustellen.

Für Fehler in Übersetzungen, die vom Auftraggeber durch unrichtige oder unvollständige Informationen oder fehlerhafte Originaltexte verursacht werden, kann keine Haftung übernommen werden. Dies gilt auch für unleserliche Namen und Zahlen in Urkunden oder ähnlichen Dokumenten. Eine Haftung für Verlust der uns übergebenen Texte und Unterlagen durch Einbruch, Diebstahl, Feuer, Wasser, Sturm oder Verlust bei der Post ist ausdrücklich ausgeschlossen.

6. Pflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber hat uns bei Auftragserteilung über besondere Ausfüh­rungswünsche (Übersetzung auf Datenträgern, Druckreife, Anzahl der Ausfertigungen etc.) zu unterrichten.

Der Auftraggeber hat uns die zur Ausführung des Auftrags notwendigen Informationen und Unterlagen (betriebsinterne Glossare, Abbildungen, Zeichnungen, Abkürzungserläuterungen etc.) unaufgefordert und rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.

Bei Büchern und größeren zu übersetzenden Werken überlässt der Auftraggeber uns ein Original und eine Kopie als Vorlage und Arbeitsgrundlage, die nach Beendigung des Werkes bei uns verbleiben, sofern nicht schriftlich etwas anderes vereinbart wurde.

Unterlässt der Auftraggeber die ihm obliegende Mitarbeit, so sind wir nach Ablauf einer angemessenen Nachfrist zur Kündigung des Vertrages berechtigt. Unser Anspruch auf Vergütung und auf Ersatz der durch die unterlassene Mitarbeit entstandenen Mehraufwendungen sowie des uns ggf. entstandenen Schadens bleibt bestehen, und zwar auch dann, wenn wir vom Kündigungsrecht keinen Gebrauch machen.

Fehler, die sich aus der Nichtbeachtung dieser Obliegenheiten seitens des Auftraggebers ergeben, können uns nicht angelastet werden.

7. Versand

Der Versand erfolgt im allgemeinen, das heißt, wenn keine besonderen Versandanweisungen des Auftraggebers vorliegen, auf dem Postwege.

Die Gefahr der Versendung der geleisteten Übersetzungsarbeit geht mit der Übergabe der Arbeit an das Postamt bzw. bei Aushändigung an einen Boten des Auftraggebers an den Auftraggeber über.

8. Mängelrügen

Sollte eine von uns angefertigte Übersetzung sprachliche, sachliche oder schreibtechnische Fehler aufweisen, muss dies sofort nach Entdeckung gemeldet werden. Der Auftraggeber hat Anspruch auf eine Bearbeitung bzw. Neuübersetzung; weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

Der Anspruch auf Mängelbeseitigung muss vom Auftraggeber unter genauer Angabe der Mängel geltend gemacht werden.

Wünscht der Auftraggeber keine Korrektur, egal aus welchem Grund, ist er nicht berechtigt, das Honorar zu kürzen oder die Zahlung zu verweigern. Gibt der Auftraggeber keine Gelegenheit zur Nachbesserung innerhalb einer ange­messenen Frist, so sind Wandlung und Schadensersatz ausgeschlossen.

Reklamationen jeder Art können nur innerhalb einer Frist von einem Monat vom Liefertermin an geltend gemacht werden.

9. Gewährleistung, Haftung, Schadensersatz

Eine Garantie für die Druckfertigkeit unserer Übersetzungen kann nur über­nommen werden, wenn

– der Auftraggeber die Anforderungen ausdrücklich im schriftlichen Auftrag angegeben hat und

– uns die Druckfahnen zur Durchsicht bzw. Korrektur (auch inhaltlich) vorgelegt worden sind und uns die Möglichkeit und ein angemessener Zeitraum zur Kontrolle eingeräumt worden sind.

Sollten die oben genannten Punkte nicht erfüllt worden sein, sind Garantie- bzw. Schadensersatzansprüche ausgeschlossen.

Des weiteren haften wir nur für nachweislich durch Übersetzungsfehler entstandene unmittelbare Schäden, nach Maßgabe der unter Absatz 8 genannten Verjährungsfrist, in Höhe des Auftragswerts, höchstens jedoch bis zu einem Betrag von €10.000,-.

Wir haften insbesondere nicht für entgangenen Gewinn, nicht eingetretene Einsparungen, Schäden durch Inanspruchnahme Dritter, mittelbare und Folgeschäden.

10. Stornierung

Nimmt der Auftraggeber einen erteilten Auftrag zurück, ohne gesetzlich oder vertraglich dazu berechtigt zu sein, müssen die bis zur Stornierung entstandenen Kosten erstattet und die bis zu diesem Zeitpunkt eventuell geleistete Arbeiten bezahlt werden, wobei jedoch mindestens eine Summe in Höhe von 10 % des Auftragswerts fällig wird.

11. Anwendbares Recht, Erfüllungsort und Gerichtsstand

Für den Auftrag und alle daraus resultierenden Ansprüche gilt deutsches Recht.

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Köln.

Die Gültigkeit dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird bei Unwirk­samkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt.